Bericht zu betreuenden Angehörigen
Foto: Spitex Schweiz / Pia Neuenschwander
Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) hat einen Bericht zu pflegenden und betreuenden Angehörigen publiziert. Für diesen wurden unterschiedliche Datenquellen kombiniert um Erkenntnisse über die Situation zu gelangen.
Einige Erkenntnisse:
- In der Schweiz erhält jede sechste ältere Person regelmässig Hilfe von Angehörigen, gut die Hälfte davon seit über sechs Monaten.
- Etwa 12% der Bevölkerung betreut Personen im Rentenalter, etwa 7% mindestens einmal wöchentlich.
- Die Stundenzahl der pro Woche geleisteten informellen Hilfe ist zwar in den meisten Fällen gering, liegt aber in 23% der Betreuungsverhältnisse dennoch bei über sieben Stunden.
- Rund 75% der betreuenden Angehörigen befinden sich im Erwerbsalter, i.d.R. zwischen 30 und 64 Jahren.
- In 23% bis 34% der Betreuungsverhältnisse wird von den Angehörigen Pflege geleistet. Weitaus häufiger sind Begleitung und emotionale Unterstützung (78%), Hilfe im Haushalt (51% bis 76%) sowie Unterstützung bei administrativen, organisatorischen oder koordinativen Aufgaben (rund 68%).
- Bis 2040 dürfte sich die Zahl der potenziellen Betreuenden aufgrund der erwarteten demografischen Entwicklungen um mindestens 19% verringern, während der Bedarf an informeller Pflege voraussichtlich steigen wird.
Die Spitex unterstützt Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen Bedarf an Pflege und Hilfe benötigen, kosteneffizient und kann damit Angehörige entlasten. Finden Sie die für ihre Stadt oder Gemeinde beauftragte Spitex hier.
In einigen Gemeinden ist auch eine Anstellung als pflegende Angehörige möglich für die Ausübung von Grundpflegeleistungen nach dem nicht-profitorientierten Modell des Spitex Verbands Kanton Zürich: fair, seriös und unterstützend. Weitere Informationen gibt es hier.
Zurück