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29.09.2026

Tagesschau bei pflegender Angehöriger im Knonaueramt

Die Angehörigenpflege ist diese Woche ein heisses Thema im Nationalrat. Die Tagesschau-Hauptausgabe begleitete eine pflegende Angehörige aus dem Knonaueramt.

Die Angehörigenpflege ist stark gewachsen und in der Politik umstritten. Denn in den letzten Jahren sprossen gewinnorientierte Organisationen bei diesem Thema wie Pilze aus dem Boden und fallen mit teils hohem Werbeaufwand auf, aber auch hohen Stunden- und Frankenbeträgen, die bei den Krankenversicherern und der öffentliche Hand in Form von Rechnungen hereinkommen.

Der Versichererverband prio.swiss schätzt, dass die kosten für 2026 exponentiell auf 350 Millionen Franken alleine für die Grundversicherer steigen wird. Dies wird sich in den Krankenkassenprämien auswirken und sorgte schon bei einigen Gemeinden für Sonderfinanzierungen der Pflege. Der Nationalrat tagt heute zum Thema.

Doch es gibt auch die Seite der Betroffenen. Menschen, die ihre Arbeit reduzieren oder aus dem Berufsleben ausscheiden, um pflegebedürftige Familienmitglieder zu pflegen und betreuen.

Was die Angehörigenpflege im Alltag bedeutet, zeigte der Tagesschaubeitrag bei Ursula Steinmann, die mit Anstellung bei der Spitex Knonaueramt ihren erwachsenen Sohn Martin pflegt. Er leidet unter multipler Sklerose, sitzt im Rollstuhl und wird rund um die Uhr von ihr betreut. Zwei Stunden davon sind grundpflegerische Tätigkeiten, die sie über die Spitex-Organisation als Arbeitstätigkeit ausführen kann, von ihr fachlich begleitet und entlöhnt wird.

Im Kanton Zürich bieten 28 Spitex-Organisationen eine Anstellung als pflegende(n) Angehörige(n) nach dem Konzept des Spitex Verbands Kanton Zürich an: fair entlöhnt, fachlich begleitet, zeitweise mit Entlastung, lokal vernetzt – und gemeinnützig.

Einig sind sich im Beitrag der Versichererverband wie auch Steinmann, dass die nötigen Regulationen in der Angehörigenpflege nicht auf Kosten der pflegenden Angehörigen gehen sollen, sondern dass die Margen bei den Organisationen der Angehörigenpflege sinken müssen.

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